Der Heimatverein Düsseldorfer Jonges e.V. ist eine reine Männer-Gesellschaft und wurde im Frühjahr 1932 von dem Architekten Julius Alf, dem Likörfabrikanten Albert Bayer, dem Rechtsanwalt August Dahm und den Zwillingsbrüdern Dr. Paul Kauhausen (dem späteren Stadtarchivar) und Dr. med. Willi Kauhausen im damaligen Jagdzimmer der Schlösser-Brauerei gegründet. Die Satzung sagt dazu in § 1 kurz und schlicht: „Der Zweck des Vereins ist der Zusammenschluß der Düsseldorfer Bürger zur Heimat- und Kulturpflege.“ Bereits zum Jahresende 1932 hatte der Verein 500 Mitglieder.
Die komplette Satzung des Heimatvereins finden Sie hier.

Zum ersten Präsidenten – bei den Jonges heißt er Baas – wurde der Bäckermeister Wilhelm Weidenhaupt gewählt. Er war einer der großen Baas-Gestalten in der Geschichte des Vereins. In dieser „Ahnen-Galerie“ der Baase taten sich später besonders Dr. Willi Kauhausen, Hermann H. Raths, Kurt Monschau, Heinz Lindermann, Gerd Welchering und Detlef Parr (Mitglied der Flimm-Flämmchen) hervor. Allesamt schrieben sie Jonges-Geschichte. Amtierender Baas seit 2012 ist Wolfgang Rolshoven.

Altbundespräsident Walter Scheel, seit 1968 Mitglied bei der Tischgemeinschaft >Flimm-Flämmchen<, seit 1977 Ehrenmitglied des Heimatvereins, sagte einmal: „An den Düsseldorfer Jonges kommt keiner vorbei.“ Recht hat er. Auch der langjährige NRW-Ministerpräsident, ehemalige Bundespräsident und Jong Johannes Rau hielt unserem Heimatverein die Treue.
Zu den 50 Tischgemeinschaften – etwa 2700 Mitglieder – des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges e.V. zählen: Oberbürgermeister, Bürgermeister, Verwaltungschefs, Behördenleiter, Männer der Wirtschaft, der Geistlichkeit, des Kulturlebens, Handwerker und Freiberufler, Angestellte und Beamte, Rentner, Studenten und Lehrlinge. Es gibt kaum einen Stand und Beruf, der in der Mitgliederliste der Jonges nicht zu finden ist.

Die Düsseldorfer Jonges – der größte Heimatverein Europas – ziehen aus diesem breiten gesellschaftlichen Spektrum einen großen Teil ihrer gestaltenden Kraft.

Das Interesse an der Stadt Düsseldorf hat die Jonges in der langjährigen Geschichte des Vereins so manches Mal zu Wächtern des Brauchtums oder einer bürgernahen Stadtplanung werden lassen. Viele Denkmäler und Brunnen künden vom Mäzenatentum der Jonges in ihrer Heimatstadt. Zahlreiche Erinnerungstafeln erzählen von der Wertschätzung, die die Düsseldorfer Jonges den großen Männern dieser Stadt zollen.

In den letzten Jahren haben die Jonges neben der Heimat- und Kulturpflege auch „Außenpolitik“ für Düsseldorf betrieben. Sie knüpften und festigten nachbarliche Bande zu Gleichgesinnten in anderen Städten in der Region. Jeden Dienstag versammeln sich zwischen 300 und 500 Jonges im Henkel-Saal auf der Ratinger Straße im Herzen der Altstadt zu heimatkundlichen, wirtschaftlichen oder kulturellen Vorträgen. Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen der Stadtpolitik, mit den jeweils Verantwortlichen gehören auch dazu.

Ihrem Baas haben die Düsseldorfer Jonges in ihrer Vereinssatzung ein schweres Amt aufgebürdet, das ihm aber zugleich eine wichtige Stimme in der Heimatstadt verleiht. „Der Baas leitet den Verein und vertritt ihn nach außen“, so heißt es knapp in § 19 der Satzung. Er wird unterstützt von zwei Vizebaasen, dem Schriftführer, Schatzmeister, Stadtbildpfleger und einem für Sonderaufgaben zuständigen Vorstandsmitglied. Dieser siebenköpfige „Geschäftsführende Vorstand“ beruft zur Unterstützung seiner Arbeit einen „Erweiterten Vorstand“.

Seit der Gründung des Vereins 1932 haben sich die Jonges ständig aus eigener Kraft regeneriert. Generationswechsel bringen keine Probleme. Jung und Alt ergänzen sich zu einem fruchtbaren Miteinander. Dies tut dem Verein gut und bringt auch seiner Arbeit – für die Heimatstadt Düsseldorf – großen Nutzen.

2002 wurde in der Tonhalle „mit grossem Bahnhof“ 70 Jahre Düsseldorfer Jonges gefeiert.

Im Jahr 2012 feierte der Heimatverein sein 80 jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass erschien eine Festschrift.
2013 feierte man nachträglich in der Tonhalle das 80-jährige Bestehen.